Vögel sterben durch Ölkatastrophe

Die Zahl der Liter an Rohöl, die nach der Zerstörung der Ölplattform Deepwater Horizon ins Meer geflossen sind, liegt in Millionenhöhe. Die Küsten und alle Tiere, die im und am Meer leben sind davon natürlich stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Schlammige Klumpen liegen am Strand – eine Definition, um was es sich da handelt, ist auf den ersten Blick gar nicht zu erkennen. Nimmt man ein solches Gebilde in die Hand, bewegt es sich – es ist ein Vogel. Die Augen so sehr verklebt, dass an ein Öffnen gar nicht mehr zu denken ist, die Flügel schwach und kraftlos. Vom weißen oder bunten Gefieder ist nichts mehr zu sehen: Eine ölige, dunkle Schicht hat die Federn überzogen, der Kampf gegen die Unbeweglichkeit hat die Tiere ermüdet. Andere, die nicht so sehr betroffen sind, versuchen die befleckten Federn zu reinigen und betreiben damit aber auch einen Selbstmord auf Raten. Durch das Öl nehmen sie auch Gifte auf, die tödlich wirken.

Helfer sind seit Wochen unterwegs, um die Vögel zu retten, sofern dies noch möglich ist. Kaum ist eine Stelle von Kadavern und kranken Tieren befreit, kann man wieder von vorne beginnen – die Zahl der getöteten Vögel ist immens hoch. Die meisten der Tiere sterben über dem Wasser und werden als Kadaver an die Strände geschwemmt. Bei diesen kann man nur einsammeln, die Säuberung der Küsten in den Vordergrund stellen. Aber auch bei den Tieren, die noch lebend aufgefunden werden, ist nur ein kleiner Prozentsatz zu retten. Die meisten Vögel, die noch Lebenszeichen zeigen, verenden qualvoll noch auf dem Weg zu den Rettungsstationen. Da jedoch auch vom Aussterben gefährdete Arten bei diesen Tieren sind, lohnt sich jeder Versuch einer Rettung. Die oft ehrenamtlichen Tierschützer leisten hier große Arbeit.

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